Therapiekonzept
Die Therapiegestaltung orientiert sich prinzipiell an den individuellen Erfordernissen und der spezifischen Thematik des Einzelnen und gliedert sich dabei in 3 Phasen:
I. Zieldefinierung und Strategiebestimmung
Die Therapie beginnt grundsätzlich mit einem Vorgespräch, bei dem das Behandlungsziel und die vorläufige Therapiedauer bestimmt und grundlegende Details des Behandlungsablaufs abgestimmt werden. Weiteres Vorgehen, die Anzahl der nachfolgenden Termine und die Auswahl der therapeutischen Mittel richtet sich dabei nach der Persönlichkeit des Klienten sowie Suchtstoff bzw. -objekt und der Falldynamik.
II. Arbeit im Klient-Therapeut-Kontext und Alltagsintegration
Die zweite Phase ist durch die eigentliche therapeutische Arbeit, sowie durch ein unterstützendes und raumhaltendes Klienten-Therapeuten Verhältnis gekennzeichnet. Die Hauptaufgabe, im Sinne einer zunehmenden konstruktiven Übernahme von Eigenverantwortlichkeit liegt dabei beim Klienten. Die Integration von therapeutischen Interventionen, Erfahrenem und neuen Strategien in den Alltag ist die eigentliche Herkulesarbeit, die zwar durch die Therapie unterstützt, aber nicht ersetzt werden kann.
Neben der zentralen psychotherapeutischen Arbeit (in Einzel- und/ oder Gruppentherapie), kommt in der Behandlung insbesondere die klassische Homöopathie zum Einsatz. Entgiftungsverfahren dienen dazu den Körper zu reinigen, Ohrakupunktur dazu Therapieresistenzen zu beseitigen und mit akuten körperlichen Krisen umzugehen. Bestimmte seelische und spirituelle Aspekte von Sucht können gezielt in Outdoortrainings bearbeitet werden.
III. Selbstständigkeit
Nach Ablauf des angesetzten Zeitrahmens (oder bei einem vorzeitigen Abbruch) wird in einem Gespräch der bisherige Behandlungsverlauf, mit besonderem Augenmerk auf das gesteckte Therapieziel resümiert. Bei Therapieerfolg kann das Klienten-Therapeuten Verhältnis an diesem Punkt beendet werden. Dieser wichtige Schritt entlässt den Klienten in seine volle Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.
Um den angestossenen Entwicklungs- und Selbstfindungsprozess auch über die Therapie hinaus fortzusetzen und dem Rückfall in alte Verhaltensmuster entgegenzuwirken, kann eine weiterführende Begleitung Sinn machen, die aber keinen therapeutischen, sondern eher supervisorischen Charakter hat.